1901

Gründung des Unternehmens durch Heinrich Welland sen. in Bielefeld, Niedernstraße 123.

Fabrikationsprogramm: Absperrventile, Schieber, Hähne für die Wasserversorgung aus Gusseisen und Kupferlegierungen.

Eigene Gießerei

1932

Im Hause Siemens werden Zeigerregler und Stellmotor entwickelt. Welland & Tuxhorn baut das erste Regelventil mit automatischer Ansteuerung, was zunehmend für die einsetzende Automatisierung von Regelstrecken - vor allem in der Kraftwerksindustrie - wichtig wird.

1950er Jahre

1951

Welland & Tuxhorn und Siemens entwickeln gemeinsam das Dampfumformventil, mit dem die Temperatur  und der Dampfdruck erstmals in einem Ventilgehäuse reduziert wird.

Die praktische Umsetzung dieser Erfindung im Hause Welland & Tuxhorn: Es entsteht das erste Dampfumformventil mit Hochdruckeinspritzung!

Bereits 1961 wird das 1000ste Dampfumformventil geliefert!

1952-1968

Aufbau einer Kundendienst- und Montageabteilung. Höhere Anforderungen durch Steigerung der Betriebsparameter machen den Einsatz von Schmiedestählen anstelle von Stahlguss erforderlich: Schweißverbindungen ersetzen Flanschverbindungen. Schweißtechnik, Warmbehandlungseinrichtungen, Röntgenanlagen werden bei Welland & Tuxhorn eingeführt.

1960er Jahre

1960

Weiterentwicklung des Dampfumformventils zur HD- und ND-Umleitstation.

1969

Heinrich Welland jun. scheidet bei Welland & Tuxhorn aus: Übernahme des Unternehmens durch Otto Spindler, Unternehmer und Armaturenhersteller aus Bielefeld.

1965

Erfolgreiche Entwicklung der Lochdrosselkörper für die Armaturentechnik: Übernahme der Welland & Tuxhorn-Entwicklung von anderen Ventilherstellern. Fertigung von Spezial-Armaturen für Primär- und Sekundärkreisläufe in Kernkraftwerken. Neubau einer großen Fertigungs- und Lagerhalle mit Bürotrakt.

1970er Jahre

1974

Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten zur Grundlagenforschung über Strömungsabläufe in Rohrleitungen und Armaturen. Ergebnisse werden nutzbar bei der Konstruktion hochbeanspruchter Spezialarmaturen.

Ein Nachbargrundstück mit großer Halle wird für die Fertigung von Großarmaturen erworben.

Computer und CAD-Anlagen werden eingeführt. Ständige Modernisierung des Maschinenparks für die Fertigung von Spezial-Regelventilen.  

1990er

1990

Erweiterung der Produktionspalette um hydraulische Stellsysteme und Kompakthydrauliken.

1991-2000

Steigende Prozessparameter im Bereich der Kraftwerksarmaturen stellen neue Anforderungen an Werkstoffe, Materialpaarungen, Funktionalität und Auslegung. Um praxisnahe Ergebnisse bei der Dimensionierung von Ventilen berücksichtigen zu können, beteiligt sich Welland & Tuxhorn am Forschungsvorhaben „KOMET 650“. Um auch weiterhin den Auflagen und Anforderungen des internationalen Marktes gerecht zu werden, bewirbt sich Welland & Tuxhorn um eine Zertifizierung nach den Regeln „American Society of Mechanical Engineers (ASME)“ und enthält als erster deutscher Regelventilhersteller drei wichtige Zertifikate (S,U, PP).

2007

 

Beteiligung am BMWI geförderten Forschungsprojekt GKM HWT 725°C zur Erprobung von Werkstoffen und Armaturen bis 725°C Dampftemperatur im Großkraftwerk Mannheim;

Ziel: Wirkungsgradsteigerung für kohlegefeuerte Kraftwerke.

2010

Fertigstellung des Neubaus und Kapazitätserweiterung in den Bereichen Montage, Schweißen, Lackieren, Lagern und Kommissionieren. Der Neubau trägt dem stetig wachsenden weltweiten Export und Auftragsvolumen Rechnung.

2011

Im Mai 2011 erhielt Welland & Tuxhorn einen Auftrag für Bypass-Regelventile für 3 Blöcke des solarthermischen Kraftwerks "Ivanpah Solar Electric Generating - Facility" in Kalifornien, USA. Es handelt sich um ein Solarturm -Projekt, ein weites Feld von Spiegeln reflektiert das Sonnenlicht auf einen Empfänger an der Spitze des Turms. Dort wird Wasser zu Dampf erhitzt mit Parametern von rund 160 bar / 540 ° C. Dieser Dampf treibt eine Dampfturbine -Generator-Kombination an, die verwendet wird, um 392 MW Strom erzeugen.

2012

CFD und FEM-Berechnungen/ nummerische Simulationen werden bei Welland & Tuxhorn von jetzt an intern durchgeführt.

Welland & Tuxhorn hat im Januar 2012 den Auftrag zur Lieferung von Schlüsselkomponenten für das GuD-Kraftwerk Ras Al Khair mit angeschlossener Meerwasserentsalzungsanlage erhalten. Das Kraftwerk liefert, mit einer installierten Leistung von 2.400 Megawatt, Strom für eine Aluminiumschmelzanlage und täglich rund eine Milliarde Liter Trinkwasser für die fünf Millionen Einwohner der Hauptstadt Riad.

 

 

Heute

Welland & Tuxhorn hat sich zu einem führenden Hersteller von Spezial-Regelventilen für die Energie erzeugende und verbrauchende Industrie entwickelt. Seit über 100 Jahren haben sich Beharrlichkeit und Aufgeschlossenheit für neue Aufgaben sowie das erforderliche „Know how“ als ausschlaggebende Initiatoren erwiesen, um unser Unternehmen durch hohen Entwicklungsstand und Qualität seiner Erzeugnisse im In- und Ausland bekannt zu machen.

Spezial-Regelventile von Welland & Tuxhorn arbeiten heute auf allen Kontinenten!